Nicht jeder Mensch gehört im Alter auch wirklich zu denen, die einer Person an ihrer Seite bedürfen, von der sie mehr oder weniger umsorgt und versorgt werden müssen. Sie können ihren Tagesablauf weitestgehend allein gestalten und bestreiten. Dennoch besteht bei manchen älteren Personen die Notwendigkeit auf eine geringe Hilfestellung bei der Verrichtung der täglichen “Pflichten”. In diesem Fall sind keine Altersheime oder gar Pflegeheime als Unterbringung nötig. Betreutes Wohnen ist hier die bessere Alternative, die den größtmöglichen Effekt verspricht. Hier ist die Freiheit bei der Wahl der in Anspruch zunehmenden Leistungen, die für die Bewohnerinnen und Bewohner bindend sind, sehr groß.
Die Meinungen darüber, was unter Betreutes Wohnen zu verstehen ist und wie die entsprechenden Einrichtungen ausgestattet und baulich konstruiert sein müssen, gehen häufig noch weit auseinander. In den verschiedenen Bundesländern wurden diese deshalb auch in unterschiedlichen Standards und Richtlinien zusammengefasst. Das macht die Suche nach einem geeigneten Platz in einer derartigen Einrichtung für die Senioren und deren Angehörige nicht wirklich einfach.
Ein einheitliches Gütesiegel für Betreutes-Wohnen
Viel hilfreicher wären da einheitliche Normen und Standards, die eine Suche überschaubarer und die einzelnen Einrichtungen untereinander vergleichbarer machen. Seit Herbst 2006 gibt es ein derartiges, bundeseinheitliches Gütesiegel, in dem wenigstens die Mindestqualitätsanforderungen für solche Einrichtungen festgehalten und niedergeschrieben worden sind. Das ist ein großer Schritt nach vorn und in diesem Bereich wurde damit eine wesentlich höhere Transparenz erreicht, die die Suche für die Senioren und deren Angehörige um ein Vielfaches erleichtern. Um an dieses Etappenziel zu gelangen, waren sogar mehrere Jahre intensiver Arbeit von mehreren Institutionen und Behörden nötig. Aber es hat sich gelohnt. Jetzt haben beispielsweise auch Investoren die Möglichkeit diesen Markt besser einschätzen und abtasten zu können.
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Damit ist es nicht nur überschaubarer geworden, ob sich die Einrichtung hinsichtlich der baulichen Kriterien für die älteren Personen überhaupt eignen, sondern auch und vor allen Dingen die Dienstleistungen, die für einen angenehmen Aufenthalt sorgen sollen. Die Entscheidung für oder gegen die Unterbringung in einer Einrichtung für Betreutes-Wohnen kann dann natürlich leichter und sicherer gefällt werden.
Befristetes Gütesiegel für Betreutes-Wohnen
Nach eingehenden Kontrollen, bei denen solche Dinge wie das Wohn- und Dienstleistungsangebot, die Gestaltung der Verträge oder der Informationen sowie Maßnahmen, die der Qualitätssicherung dienen, unter die Lupe genommen werden, erfolgt die Vergabe des Siegels. Dieses wird nur auf einen befristeten Zeitraum erteilt und nach spätestens drei Jahren muss, vor einer möglichen Verlängerung, eine erneute Kontrolle erfolgen. Fällt diese negativ aus, kann das für die Einrichtung für Betreutes-Wohnen selbstverständlich auch die Entziehung des Gütesiegels bedeuten. Jede dieser Einrichtungen wird also bestrebt sein, dieses Siegel zu erhalten und dann auch nicht wieder zu verlieren.
Das schafft natürlich für alle Seiten und alle Beteiligten gleichermaßen eine enorme Sicherheit, von der vor allen Dingen auch die Senioren profitieren, die bei all dem natürlich als die Hauptpersonen zu betrachten sind.